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Deutsche Gesellschaft für CHIVA e.V.

Ablauf der Behandlung

Vom ersten Ultra­schall bis zur Nach­un­ter­su­chung

Die Ultra­schall­un­ter­su­chung

Vor dem Ein­griff wird eine aus­führ­li­che Ultra­schall­un­ter­su­chung durch­ge­führt. Dabei wird fest­ge­stellt, ob die tiefen Venen durch­gän­gig sind, und ent­schie­den, an wel­chen Stel­len die Krampf­adern unter­bun­den werden müssen. Diese Stel­len werden mit einem Farb­stift auf der Haut ange­zeich­net. Es ist üblich, die Ultra­schall­un­ter­su­chung direkt vor dem Ein­griff zu machen, damit die ange­zeich­ne­ten Mar­kie­run­gen bei der Ope­ra­tion noch erkenn­bar sind. Manch­mal wird bei der Unter­su­chung fest­ge­legt, dass es güns­ti­ger ist, in 2 Sit­zun­gen vor­zu­ge­hen, um ins­ge­samt weni­ger Schritte zu benö­ti­gen. Diese Situa­tion wird mit dem Pati­en­ten bespro­chen.

Die Nar­kose

Die Ope­ra­tion der CHIVA-Behand­lung kann in ört­li­cher Betäu­bung durch­ge­führt werden. Aus­nah­men hierzu sind: Über­ge­wicht, vor­an­ge­gan­ge­ner Ein­griff an der selben Stelle, Ope­ra­tion der Knie­beuge und Wunsch des Pati­en­ten. Das ört­li­che Betäu­bungs­mit­tel wird an den Stel­len unter die Haut gespritzt, wo bei der Vor­un­ter­su­chung die Anzeich­nun­gen gemacht wurden. 

Die Ope­ra­tion

Nach Been­di­gung der Ultra­schall­un­ter­su­chung steht fest, wo Unter­bin­dun­gen gemacht werden müssen. Die Schnitte an Sei­ten­äs­ten ent­lang des Beines sind meist so klein, dass man eher von Sti­chen reden kann. Sie werden mit dem Skal­pell gesetzt, die Krampf­adern daraus her­vor­ge­zo­gen, unter­bun­den, durch­trennt und wieder ver­senkt. Es ist keine Haut­naht erfor­der­lich, die Wund­rän­der werden mit einem Klam­mer­pflas­ter gehal­ten.
Manch­mal können die Krampf­adern nicht durch einen Stich her­vor­ge­zo­gen werden, dann bedarf es eines klei­nen Schnit­tes, der genäht werden muss. Der Zugang in der Leiste und in der Knie­kehle erfolgt über etwas grö­ßere Schnitte, wenn dort Unter­bin­dun­gen ange­zeigt sind. Diese Schnitte werden genäht. Bei sehr aus­ge­präg­ten Sei­ten­äs­ten, in denen bereits Venen­ent­zün­dun­gen abge­lau­fen sind, kann man auch eine Ent­fer­nung des Sei­ten­as­tes erwä­gen oder diese nach dem Ein­griff ver­öden, soll­ten sie nicht kom­plett ver­schwin­den. Die ober­fläch­li­chen Sam­mel­ve­nen blei­ben davon unbe­rührt.

Nach­be­hand­lung

Noch auf dem Behand­lungs­tisch wird ein Kom­pres­si­ons­strumpf ange­legt. Der Pati­ent steht dann auf und soll gleich laufen. So wird einer Venen­ent­zün­dung am besten vor­ge­beugt. Selten benö­tigt der Pati­ent nach dieser Ope­ra­tion ein Schmerz­mit­tel. Dadurch, dass die Wunden sehr klein sind, können die Pati­en­ten in der Regel am nächs­ten Tag wieder ihren nor­ma­len Beschäf­ti­gun­gen nach­ge­hen. Ledig­lich Leis­tungs­sport, län­ge­res Ver­har­ren in Hock­stel­lung und schwe­res Heben sollte in den ersten Woche ver­mie­den werden.

Je nach Aus­prä­gung der Krampf­ader und Art des Ein­grif­fes emp­feh­len wir zur Vor­beu­gung von Venen­ent­zün­dun­gen nach dem Ein­griff Hepa­rin zur Blut­ver­dün­nung („Bauchsprit­zen“). Der Kom­pres­si­ons­strumpf wird 6 Wochen getra­gen. Nach 8 Wochen erfolgt eine Nach­un­ter­su­chung, bei der fest­ge­stellt wird, ob die Behand­lung abge­schlos­sen ist oder ein Ergän­zungs­ein­griff, bzw. eine Ver­ödung not­wen­dig ist.

Ergeb­nisse

Wenn die Krampf­adern Beschwer­den ver­ur­sa­chen, kann man das Ergeb­nis der Behand­lung am selben Tag spüren, da Stau­ungs­be­schwer­den sofort nach­las­sen. Das kos­me­ti­sche Ergeb­nis stellt sich ver­zö­gert ein.
Die Venen brau­chen 2 – 6 Wochen, bis sie sich zurück­ge­bil­det haben. Besen­rei­ser und brau­nen Stel­len können auch ganz ver­schwin­den, das benö­tigt jedoch oft bis zu 6 Monate Zeit.

Soll­ten die Krampf­adern durch eine tiefe Bein­ven­en­throm­bose ver­ur­sacht sein, oder soll­ten zu einem frü­he­ren Zeit­punkt bereits Venen ent­fernt worden sein, kann man durch CHIVA auf jeden Fall den Zustand deut­lich ver­bes­sern. Sollte nach der Behand­lung noch eine Vene sicht­bar sein, kann man diese ohne Auf­wand mit einer klei­nen ört­li­chen Betäu­bung oder Ver­ödung nach­be­han­deln.

Gefah­ren, Kom­pli­ka­tio­nen und Nach­teile

Die CHIVA-Methode birgt keine zusätz­li­chen Gefah­ren und ist ins­ge­samt sehr viel harm­lo­ser als das Ziehen der Venen. Das haben Stu­dien erwie­sen. Da nach dem Ein­griff keine Bett­ruhe erfor­der­lich ist, kann man bei vielen Pati­en­ten auf Bauchsprit­zen zum Vor­beu­gen von tiefen Bein­ven­en­throm­bo­sen und Lun­gen­em­bo­lie ver­zich­ten. Die CHIVA-Methode stellt hohe Ansprü­che an den behan­deln­den Arzt.

Das Erler­nen der Schall­un­ter­su­chung und vor allem der Kri­te­rien, nach denen die Unter­bin­dun­gen ein­ge­zeich­net werden, erfor­dert oft eine lange Zeit. Stän­dig werden die Ergeb­nisse der CHIVA-Methode in Europa ver­gli­chen und die Methode weiter ver­fei­nert. Daher ist es wich­tig, wenn der Arzt sich aus- und stän­dig wei­ter­bil­det. Auf der Web-Seite www​.chiva​.info, sowie auf Anfrage bei der Deut­schen Gesell­schaft für CHIVA finden Sie die stän­dig aktua­li­sierte Liste der von der Deut­schen Gesell­schaft für CHIVA geprüf­ten Ärzte.